Vier Aufsätze des amerikanischen Schauspielpädagogen Lee Strasberg, eine
Einleitung zu Diderots berühmten Essay Paradox über den Schauspieler sowie
ein Interview des Herausgebers mit John Costopoulos. 'Eine wichtige Lücke
auf dem Gebiet der Literatur zur methodischen Ausbildung des Schauspielers
schließt die Publikation Schauspielen und das Training des Schauspielers
von Lee Strasberg. Es handelt sich um vier Aufsätze des amerikanischen
Schauspiel-Pädagogen, die für Lexika und Theaterhandbücher entstanden sind,
um eine Einleitung zu Diderots berühmten Essay Paradox über den Schauspieler
sowie um ein Interview des Herausgebers mit John Costopoulos. Die Texte
bieten anschauliches Studienmaterial für alle, die den Schauspielerberuf
erlernen oder wesentliche Aufschlüsse über das Schauspielen und die Ausbildung
der schauspielerischen Fähigkeiten erhalten wollen. Der Band ermöglicht,
die 'Strasberg Methode' authentisch kennenzulernen.' '... Er beschreibt
lebendig, sehr feuilletonistisch und oft auch aphoristisch bis zur Anekdote
das Phänomen Darstellen und Schauspielen. Dadurch ist das Buch nicht abstrakt,
nicht überbetont wissenschaftlich, sondern bleibt - auch in den Wiederholungen
- lebendig. Der Anmerkungsapparat, die vorzüglich geleistete Hauptarbeit
des Herausgebers Wolfgang Wermelskirchen (...) gibt eine Fülle Informationen
über theater- und entstehungsgeschichtliche Hintergründe.' '... Diese Aufsatzsammlung
kann aufgrund der vielen plastisch und genau beschriebenen Übungen direkt
in der praktischen Schauspielarbeit verwendet werden - sie sind Aufforderung
zum Handeln, zum Training -, andererseits dient die genaue Beschreibung
der Arbeit der method auch dem Verständnis ihres Zieles, dem Ziel, den
Schauspieler zu befähigen, daß er so reagiert, wie er es täte, wenn er
selbst die Figur wäre, die er darstellt.' 'Ein Buch nicht nur für Theaterleute,
Tänzer und Psychologen, sondern eigentlich für jeden, der sich intensiver
mit Methoden kreativer Gestaltung auseinandersetzen möchte.' Der Schauspieler,
Regisseur und Theaterleiter Lee Strasberg wurde 1901 in Budzanow/Galizien
geboren, 1909 zog er mit seinen Eltern in USA. 1930 Gründung des Group
Theatre mit Harold Clurman und Cheryl Crawford, das einen 'dritten Weg'
zwischen Brodadway und Arbeitertheater suchte. 1951 bis zu seinem Tode
1982 fungierte Strasberg als künstlerischer Leiter des Actors Studio in
New York und entwickelte hier seine berühmte Methode ('The Method'). Auf
seinem Vorbild Stanislawski aufbauend und von der Psychoanalyse beeinflußt,
ging es Strasberg bei seiner Schauspielpädagogik um die glaubwürdige Darstellung
durch intensives Einfühlen des Schauspielers in seine Rolle. Das 'affektive
Gedächtnis' soll aktiviert werden, indem analoge Erlebnise aus dem eigenen
Leben glaubhaft auf die Rolle übertragen werden.