Apollonia am Rhyndakos gehört zu den zahlreichen kleinasiatischen Städten, deren historische Bedeutung bislang nur unzureichend erschlossen ist, obwohl sie über eine reiche epigraphische, numismatische und archäologische Überlieferung verfügen. Der vorliegende Band setzt hier an und verfolgt das Ziel, die Geschichte, Topographie und kulturelle Entwicklung der Stadt von der hellenistischen Zeit bis in die byzantinische Epoche auf einer breiten Quellengrundlage neu zu bewerten.
Im Mittelpunkt stehen die systematische Edition und Auswertung der literarischen Testimonien, der Inschriften aus Stadtgebiet und Umland sowie der numismatischen Zeugnisse. Ergänzt werden diese durch die Ergebnisse jüngerer archäologischer Forschungen, die neue Einblicke in Siedlungsstruktur, Kulte, Nekropolen und öffentliche Bauten ermöglichen. Die Beiträge beleuchten Apollonia zugleich im regionalen Kontext Mysiens und seiner politischen, wirtschaftlichen und religiösen Verflechtungen.
Der Band bietet damit erstmals eine umfassende Gesamtdarstellung von Apollonia am Rhyndakos und richtet sich sowohl an Fachwissenschaftler*innen der Alten Geschichte, Klassischen Archäologie und Epigraphik als auch an alle, die sich für die Städtewelt Kleinasiens interessieren.