Helal Saif wird in der Nähe der jemenitischen Stadt Taiz geboren und wächst als Sohn einer alleinerziehenden Mutter bei deren Familie auf. Dort wird ein volkstümlicher Islam gelebt. In der Oberstufe kommt er dann in Berührung mit der Ideologie der Muslimbruderschaft, doch statt sich zu radikalisieren, emanzipiert er sich von traditionellen und orthodox-religiösen Vorstellungen. In der Folge erfährt er Haft und Gewalt und flieht letztlich nach Europa.
Saifs Schilderung vermittelt einen tiefen Einblick in eine Gesellschaft, die von Stammesdenken und religiösem Fundamentalismus geprägt ist - und trotzdem Menschen hervorbringt, die für Freiheit und Gleichheit eintreten.