Im Vormärz wurde viel und heftig gestritten, auch im Modus von Literatur.
Das liegt zum einen an der zunehmenden Politisierung der bürgerlich-literarischen
Öffentlichkeit, die den literarischen Akteuren eine klare politische
Positionierung und die entsprechenden polemischen Freund-Feind-Abgrenzungen
abverlangte, trotz der Repression durch die neo-absolutistischen
und altständischen Herrschaftsblöcke. Es liegt zum anderen an eben dieser
Repression selbst, zumal diskursive, ihrerseits polemische Ausschlussoperationen
vom Typ Zensur polemische Gegenreaktionen evozierten, nebst den
Versuchen, sich mit der Situation zu arrangieren, die eigenen Publikationsmöglichkeiten
durch Kollaboration mit den Zensurinstanzen zu verbessern
oder auf die Zensuraktivität selbst Einfluss zu nehmen.