Auf der Suche nach der verlorenen Natur: Rousseaus exzentrisches Leben neu erzählt
Rousseaus Suche nach einem unverfälschten Naturzustand - ohne die Deformationen durch Erziehung, Herrschaft und Privatbesitz - fasziniert bis heute. Doch auch ihm war klar: Ein "Zurück zur Natur" gibt es nicht. Volker Reinhardt erklärt den exzentrischen Philosophen konsequent aus seiner Zeit und bringt so einen bisher unbekannten, in seiner Zerrissenheit erstaunlich modernen Rousseau zum Vorschein.
Ein Leben wie ein Roman: Der Genfer Uhrmachersohn Jean-Jacques ist früh auf sich allein gestellt, lebt bei der wohlhabenden Madame de Warens, wird deren Liebhaber, schlägt sich als Musiklehrer, Domestik, Sekretär und Dichter durch, bis er 1750 mit einer harschen Kritik an Wissenschaften und Künsten berühmt wird und als Schriftsteller zu sich selbst findet: Sein empfindsamer Roman
Julie
wird zum Bestseller, sein
Gesellschaftsvertrag
erhitzt die Gemüter, sein Erziehungsroman
Emile
wird verbrannt. Mit zunehmendem Ruhm und Hass wächst seine Paranoia: Aber wurde Rousseau tatsächlich verfolgt? Warum überließ der Erfinder der kindgemäßen Erziehung seine eigenen Kinder dem Findelhaus? Volker Reinhardt geht den Rätseln und Widersprüchen in Rousseaus Leben nach und zeigt, wie sehr der von den revolutionären Jakobinern verehrte Vordenker eines "Gemeinwillens" dem Ideal einer patriarchalischen Stadtrepublik anhing. Bis heute prägen Rousseaus Ideen Romantiker, Pädagogen und politische Denker. Es ist höchste Zeit für einen frischen Blick auf den großen Apostel einer unverfälschten Natur und authentischen Empfindsamkeit.
Auf der Suche nach der verlorenen Natur: Rousseaus exzentrisches Leben neu erzählt
Rousseaus Suche nach einem unverfälschten Naturzustand ? ohne die Deformationen durch Erziehung, Zivilisation, Herrschaft und Privatbesitz ? fasziniert bis heute. Doch auch ihm war klar: Ein ?Zurück zur Natur? gibt es nicht. Volker Reinhardt zeigt in seiner meisterhaft geschriebenen Biographie, wie Rousseau versucht hat, diese Spannung aufzulösen. Er erklärt den exzentrischen Philosophen konsequent aus seiner Zeit und bringt so einen bisher unbekannten, in seiner Zerrissenheit erstaunlich modernen Rousseau zum Vorschein.
Ein Leben wie ein Roman: Der Genfer Uhrmachersohn Jean-Jacques ist früh auf sich allein gestellt, lebt bei der wohlhabenden Madame de Warens, wird deren Liebhaber, schlägt sich als Musiklehrer, Domestik, Sekretär und Dichter durch, bis er 1750 mit einer harschen Kritik an Wissenschaften und Künsten berühmt wird und als Schriftsteller zu sich selbst findet: Sein empfindsamer Roman ?Julie? wird zum Bestseller, sein ?Gesellschaftsvertrag? erhitzt die Gemüter, sein Erziehungsroman ?Emil? wird verbrannt. Mit Ruhm und Hass wächst die Paranoia: Aber wurde Rousseau tatsächlich verfolgt? Warum überließ der Erfinder der kindgemäßen Erziehung seine Kinder dem Findelhaus? Volker Reinhardt geht den Rätseln und Widersprüchen in Rousseaus Leben nach und zeigt, wie sehr der von den revolutionären Jakobinern verehrte Vordenker eines ?Gemeinwillens? dem Ideal einer patriarchalischen Stadtrepublik anhing. Bis heute prägen Rousseaus Ideen Romantiker, Pädagogen und politische Denker. Höchste Zeit für einen frischen Blick auf den großen Apostel einer unverfälschten Natur und authentischen Empfindsamkeit.